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04,08,21

Babykleidung: So ziehst du dein Baby im Sommer und Winter richtig an!

Manchmal wäre es schon toll, wenn Neugeborene mit uns reden könnten. Nur ein kleines “zu kalt” oder “zu warm” würde frischgebackenen Eltern das Leben schon erleichtern… Auch wenn es anfangs schwierig erscheint, das Neugeborene gerade bei extremen Wetterlagen im Hochsommer oder im Winter richtig anzuziehen, wirst du schnell lernen, was für dein Baby richtig ist. Damit du jeden Tag und für jede Wetterlage die richtigen Kleider findest und rundum gut vorbereitet bist, haben wir hier ein paar praktische Tipps zu Kleidung für Neugeborene im Sommer, im Winter und zum Schlafen vorbereitet.

Wie sollte man ein Neugeborenes im Sommer anziehen?

Wenn es im Hochsommer draußen so richtig heiß ist, wollen wir selbst uns so minimal wie möglich bekleiden. Aber ist das die richtige Kleidung für ein Neugeborenes? Tatsache ist, dass Babys ihre Körpertemperatur in den ersten drei Lebensmonaten noch nicht selbst regulieren können. Weder das Zittern bei Kälte, das einen Erwachsenen aufwärmt noch das Schwitzen bei Hitze, das die Körpertemperatur senkt, sind bei Neugeborenen gut ausgebildet und sie müssen diese Ausgleichsmechanismen erst langsam lernen.

Das ist ganz logisch, denn vor der Geburt hatte es das Baby im Bauch der Mutter bei konstanten 37 Grad kuschelig warm. Ihm machen also auch die hochsommerlichen Temperaturen wenig aus und auch bei Sommerhitze ist dein Baby mit langer Kleidung richtig angezogen. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du das Zwiebelprinzip anwenden: Statt wenigen dickeren Schichten solltest du deinem Baby einige dünne Schichten anziehen, zum Beispiel über den Body ein paar sehr dünne Leggins oder eine feine Strumpfhose, über die du eine Latzhose ziehst. Wird es deinem Baby zu warm, ziehst du ihm einfach die oberste Schicht aus. Ist ihm kalt, kannst du ihm eine Strickjacke überziehen.

 

Tipp
TIPP: Zwiebelprinzip
"Nutze viele dünne Schichten Babykleidung, um auf Temperaturschwankungen spontan und einfach reagieren zu können."

 

Um herauszufinden, ob deinem Baby zu warm ist, kannst du ganz einfach den “Nackentest” machen. Denn da dein Kind über das Köpfchen überschüssige Wärme abgibt, wird es hier besonders heiß und schwitzig. Wenn das der Fall sein sollte, zieh ihm lieber eine Schicht aus und checke später noch einmal. Besonders aufmerksam solltest du auf seine Körpertemperatur bei Temperaturwechseln zwischen drinnen und draußen, am Kühlregal des Supermarkts oder auch beim Baden sein. Diese schnellen Schwankungen sind für Neugeborene eine echte Herausforderung, bei der du sie mit einer extra Schicht unterstützen kannst.

 

Tipp
TIPP: Nackentest
"Fühl' mit deiner Hand am Nacken, ob dein Baby heiß und schwitzig ist. So kannst du einfach sicherstellen, dass dein Baby nicht überhitzt."

 

Neben der Wärme, die Kleidung deinem Neugeborenen schenkt, ist sie auch für den Sonnenschutz überaus wichtig. Denn in den ersten Lebensjahren ist die Haut von Kleinkindern besonders anfällig für einen Sonnenbrand, sodass sie sich sogar im Schatten schnell verbrennen. Mit Sonnencreme sollte man bei Neugeborenen außerdem sparsam umgehen, da ihre Haut oft sehr empfindlich ist und sie außerdem zwar die gleiche Anzahl an Hautschichten haben wie Erwachsene, diese aber viel dünner sind und Umwelteinflüsse so schneller zu ihnen durchdringen. Von daher sollten die Arme und Beine eines Neugeborenen immer mit langer Kleidung bedeckt sein und es sollte auch im Schatten einen Sonnenhut tragen, der Gesicht und Nacken schützt.

Schon bei der Erstausstattung kannst du auf natürliche Materialien achten, die sich auf der empfindlichen Haut deines Babys sanft und angenehm anfühlen. Stoffe aus Bio-Baumwolle, Seide oder Wolle sind atmungsaktiv und haben außerdem einen hohen Lichtschutzfaktor (25-50 LSF für Wolle und Seide, 10-15 LSF bei Baumwolle). Diese hochwertigen Naturmaterialien können gerade bei Babykleidung ziemlich ins Geld gehen, du kannst sie aber auch gebraucht erstehen oder ein ganzes Set mit Bodys, einer Hose, ein paar Söckchen, einem Pullover und einem Paar Krabbelschuhe günstig mieten. Im Internet gibt's dafür viele unterschiedlichen Webseiten, wo du schöne, nachhaltige Babymode findest, die farbenfroh und nicht geschlechterspezifisch zu jedem Kind passt, egal ob Junge oder Mädchen.

 

Schutz
Sonnenschutz ist wichtig!
"Achte im Sommer auf lange Kleidung mit atmungsaktiven Materialien und Sonnenhut. So schützt du dein Baby vor Sonnenbrand."

 

Viele Eltern schwören auf den Langarm-Strampler, der für alle Wetterlagen geeignet ist, wenn du es aber ein bisschen genauer haben willst, kannst du auf unserer Checkliste die perfekte Babykleidung für den Sommer finden:

Checklist-Babykleidung-Sommer

Foto © Paul & Lori: Checkliste - die perfekte Babykleidung im Sommer


Wie sollte man ein Neugeborenes im Winter anziehen?

Draußen ist es klirrend kalt, aber um die schöne Wintersonne zu genießen, willst du mit deinem Kind nach draußen gehen. Und gerade im Winter, wenn wir viel Zeit drinnen verbringen, ist es wichtig, mit deinem Baby an die frische Luft zu gehen. Genauso wie im Sommer gilt auch beim winterlichen Outfit für dein Baby das Zwiebelprinzip. Woll-Materialien sind perfekt für den Winter, gern auch als Mischung mit anderen Naturfasern, damit sie nicht kratzt. 

Wenn du dein Kind für draußen anziehst, solltest du dir überlegen, worin es sich fortbewegen wird: Solange dein Kind noch nicht selbst laufen kann, schiebst du es wahrscheinlich im Kinderwagen vor dir her oder trägst es in einem Tragetuch ganz nah an deinem Körper. Wenn du es trägst, wärmst du dein Baby natürlich mit deiner eigenen Körperwärme und es braucht weniger warme Kleidung, als wenn es im Kinderwagen liegt. Aber auch im Kinderwagen kommt die Kleidung deines Kindes auf die Ausstattung des Wagens an.

Wenn dein Kinderwagen gut isoliert und vielleicht mit einer Wolldecke oder einem Fellchen ausgelegt ist, musst du deinem Baby keinen dicken Schneeanzug anziehen. Stattdessen kannst du ihm einen Wagenanzug aus wasserabweisendem Wollwalk oder einen dünnen Fleece-Overall anziehen. Wenn seine Arme aus dem Wagen gucken, gehören unbedingt auch Handschuhe dazu. Am besten eignen sich bei Babys Fäustlinge, bei denen die Finger sich gegenseitig wärmen und in die du die Ärmel hineinstecken kannst, wie zum Beispiel unsere beliebten Paul & Lori Kontrastfäustlinge.


Paul & Lori Kratzfäustlinge 

Paul & Lori Kontrasthandschuhe kühlen im Sommer und wärmen im Winter. Die Fäustlinge schützen dein Baby vor Narben und Kratzer, während durch das Kontrastmuster Babys begeistert anfangen die eigenen Hände zu entdecken.


Viele Eltern lieben gerade im Winter das Tragetuch, bei dem sie mit einer entsprechenden Jacke sich und das Baby gemeinsam anziehen. Dadurch, dass sie das Baby in der Trage mit der eigenen Körperwärme wärmen, müssen sie sich weniger Sorgen machen, dass es unterkühlen könnte. Wie auch im Wagen ist die Kopfbedeckung im Tragetuch wichtig, weil Babys Körperwärme schnell über den Kopf verlieren

Besorgte Eltern ziehen ihrem Kind im Winter oft zu viele Schichten an, wobei es unter Umständen aber überhitzen kann. Wenn es dann viel schwitzt und anschließend mit von innen feuchten Kleidern wieder ins Kalte muss, kann sich ein Baby schnell erkälten. Von daher ist es ratsam, auf das beschriebene Zwiebelprinzip zu setzen und dabei immer wieder den Nacken des Kindes zu checken (Nackentest). Wenn du die Vermutung hast, deinem Baby könnte zu kalt sein, solltest du seine Füßchen befühlen. Sollten die zu kalt sein, ziehst du ihm einfach etwas Warmes über oder gehst nach drinnen.

Als Faustregel gilt im Winter, dass du deinem Baby immer eine Schicht mehr als dir selbst anziehen solltest. Schon Neugeborene unterscheiden sich aber in vielerlei Hinsicht voneinander. Und so ist auch das Wärmeempfinden deines Kindes äußerst subjektiv. Es ist ratsam, die Körpertemperatur des Kindes immer wieder zu checken, schnell wirst du aber auch lernen, welche anderen Anzeichen dein Kind bei Kälte und Hitze zeigt und bei welcher Temperatur es sich am wohlsten fühlt!

 

Was zieht man Neugeborenen zum Schlafen an?

Beim Schlafen solltest du dein Neugeborenes nicht zu dick anziehen. Ein Langarm-Strampler oder ein Overall sind bequem und bieten die Möglichkeit, die langen Ärmel über die Hände des Neugeborenen zu streifen, sodass es sich mit den langen Fingernägeln, die man in den ersten Lebensmonaten noch nicht schneiden darf, nicht im Schlaf kratzen kann. Übrigens wurden unsere Paul & Lori Kontrastfäustlinge ebenfalls dafür konzipiert. In heißen Tropennächten können auch Schlafanzüge aus Seide angenehme Kühle spenden.

Neugeborene sollten nie mit Mützchen schlafen, da sie überschüssige Wärme über den Kopf abgeben können. Im Zweifelsfalle kannst du auch nachts die Nackenprobe machen, denn obwohl dein Kind bei Kälte unruhig wird und aufwacht, ist das bei Hitze nicht der Fall, es schläft einfach weiter und überhitzt. Wenn sich der Nacken deines Babys heiß und schwitzig anfühlt, ist ihm zu warm und du solltest du es auch beim Schlafen umziehen.

Die leichte Schlafkleidung deines Babys wird am besten durch einen ärmellosen oder langärmligen Babyschlafsack ergänzt. Der Schlafsack hat im Vergleich zu normaler Bettwäsche den Vorteil, dass dein Baby nicht im Schlaf unter die Decke rutschen oder sich freistrampeln kann. Der Halsausschnitt sollte dabei nicht größer als der Kopf deines Babys sein, damit es vor Rückatmung der eigenen Atemluft sicher ist.

Immer mehr Eltern lernen auch Pucktücher lieben. In diese weichen, großen Tücher werden Neugeborene fest eingewickelt, sodass Arme und Beine eng am Körper liegen. Sie simulieren damit beim Schlafen die Wärme und Geborgenheit in der Gebärmutter. Weil sie eng und warm sind, braucht dein Baby darunter nur einen Kurzarmbody und eine Hose mit Fuß.

Neben der Kleidung beim Schlafen sind natürlich auch die Raumtemperatur und die Ausstattung des Bettchens äußerst wichtig für einen erholsamen Schlaf. Da Neugeborene auf Zugluft äußerst empfindlich reagieren, solltest du einen kühlen, aber windgeschützten Schlafplatz finden. Die perfekte Raumtemperatur zum Schlafen liegt bei um die 20 Grad. Wenn es im Winter deutlich kälter sein sollte, kannst du das Bettchen mit einem Kirschkernkissen oder einer Wärmflasche vorheizen, die du aber unbedingt herausnehmen solltest, bevor du dein Kind hineinlegst. Beim Bett selbst solltest du auf Kissen und zusätzlichen Flausch verzichten

 

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